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Jan
16

Nürnberg

Zentrale Anlaufstelle für Meetingplaner

Roland Fleck, Geschäftsführer der NürnbergMesse und CTZ-Geschäftsführerin Yvonne Coulin.

Vorstellung der neuen Dachmarke NürnbergConvention.

Die beiden Geschäftsführer der NürnbergMesse:Roland Fleck (l.), Peter Ottmann (r.) und CTZ-Geschäftsführerin Yvonne Coulin.

Ehemalige Residenzstadt der deutschen Kaiser.

Die Heimat des populärsten Christkindlesmarktes in Europa.

NürnbergConvention heißt das neue Label. Unter der Dachmarke kooperieren die NürnbergMesse, das NürnbergConvention Center und die Congress- und Tourismuszentrale Nürnberg (CTZ). Wichtigstes Ziel: Nürnberg national und international als idealen Veranstaltungsort für Kongresse, Tagungen und Events optimal zu vermarkten.

Das „NürnbergConvention Center hat in den vergangenen Jahren eine ungeheure Magnetwirkung entwickelt, erklärt Roland Fleck. Der Umsatz sei von 5,4 Millionen auf 11 Millionen Euro gestiegen, bilanziert der Geschäftsführer der NürnbergMesse zufrieden. Trotzdem  soll jetzt mit der Dachmarke NürnbergConvention die strategische Positionierung sowohl national als auch international noch einmal substanziell verbessert werden. Kooperieren werden unter dem Label in Zukunft die NürnbergMesse, das NürnbergConvention Center und die Congress- und Tourismuszentrale Nürnberg (CTZ). Mit NürnbergConvention könne man sich auf so wichtigen Branchenmessen wie der IMEX oder der EIBTM und während Verbandstreffen wie dem GCB, dem EVVC, der ICCA oder während MPI-Veranstaltungen  gemeinsam besser präsentieren, blickt Fleck in die Zukunft.

Auch das NürnbergConvention Center wird Teil des neuen Markendachs. Denn „zuerst kommt die Destination, dann die Location“, beschreibt Sabina  Linke, Marketingleiterin NürnbergMesse und NürnbergConvention das Akquisitionsgeschäft und den zentralen Grund für die neue Dachmarkenstrategie. „Stadt und Messe vertreten nun gemeinsam im MICE-Markt Destination und Center“, um Meetingplaner von der Attraktivität der fränkischen Metropole mit der Kaiserburg  zu überzeugen. Insgesamt zwei Millionen Euro wollen die Beteiligten in den nächsten fünf Jahren in Marketingmaßnahmen stecken. Langfristiges Ziel: Eine Verdoppelung des Umsatzes.

Attraktiv ist das Meetinggeschäft für eine Destination wie die ehemalige Residenzstadt der deutschen Kaiser und Heimat des populärsten Christkindlesmarktes in Europa allerdings nicht nur wegen den direkten, sondern vor allem auch durch die indirekten Einnahmen wie Hotelbuchungen, Taxifahrten, Flugtickets und Ausgaben in Boutiquen und Restaurants. Die „durch die Veranstaltungen generierten sozioökonomischen Effekte betrugen zuletzt für die Metropolregion 480 Millionen Euro, von denen 296 Millionen Euro in Nürnberg ausgegeben wurden“, rechnet Roland Fleck aus.

Mit einer rund zwanzigprozentigen Umsatzsteigerung auf über 165 Millionen Euro und dem zweitbesten Ergebnis seit ihrer Gründung schloss die NürnbergMesse Group das Wirtschaftsjahr 2011 ab. Dabei ist der internationale Besucheranteil um 28 Prozent und der Anteil der internationalen Aussteller um 17 Prozent gestiegen.

Was in Nürnberg „internationale Kongressgäste begeistert“, erläutert CTZ-Geschäftsführerin Yvonne Coulin „ist die mittelalterliche Kaiserburg, die vollständig von der Stadtmauer mit ihren Wehrtürmen umschlossene Altstadt, die beeindruckenden Bürgerhäuser sowie die verwinkelten mit Kopfstein gepflasterten Gassen“.

Für die Organisation einer Veranstaltung können Meetingplaner die Unterstützung des NürnbergConvention Bureaus nutzen. „Egal, ob es um eine Stadtführung, die passende Eventlocation für eine begleitende Veranstaltung am Abend oder um die Zimmersuche geht“, beschreibt Coulin das Angebot. „Wir haben von Kongresshotels bis hin zu zum NürnbergConvention Center eine breit gefächerte Palette an Veranstaltungsorten“, ergänzt Sabina Linke. Und außerdem könnten Meetingplaner aus „einer riesigen Auswahl an Event-Locations wie beispielsweise dem Schloss Faber-Castell, dem Germanischen Nationalmuseum, dem Staatlichen Museum für Kunst und Design oder eben der Kaiserburg“ auswählen.

Nur bei Veranstaltungen mit 500 bis 1.000 Teilnehmern, gibt es noch Defizite, hat eine Studie des Europäischen Instituts für TagungsWirtschaft (EITW) ergeben. „Denn das NürnbergConvention Center (CCN) der Messe ist in erster Linie für Veranstaltungen mit über 1.000 Personen konzipiert“, erklärt Fleck, kleinere und mittlere Veranstaltungen mit weniger Teilnehmern seien dor eigentlich nicht wirtschaftlich zu betreiben.

Daher liegt, so die Studie vom April 2011, der Marktanteil dieser Veranstaltungen in Nürnberg rund ein Viertel unter dem Bundesdurchschnitt. „Durch diese Lücke gehen bei den befragten Veranstaltern geschätzte 330 Veranstaltungen mit 110.000 Teilnehmern verloren“, erklärt Michael-Thaddäus Schreiber vom EITW. Jede zweite Anfrage in Nürnberg, resümiert der EITW-Chef, ende mit einer Absage und würde meist mit Kapazitätsgründen begründet.

Früher hatten diese Meetings durchaus auch im Kongresszentrum stattgefunden. Durch das stetige Wachstum der internationalen Fachmessen und die Sogwirkung des CCN für große Veranstaltungen blieb dafür jedoch immer weniger Platz in den vollen Terminkalendern von NürnbergMesse und des CCN.