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Feb
15

Hotelkette erteilt Björn Höcke Hausverbot

Maritim: Ab sofort keine Räumlichkeiten mehr für die AfD

Foto: Maritim Köln

Der geplante Bundesparteitag der AfD am 22. und 23. April 2017 im Maritim Hotel Köln erhitzt die Gemüter. Die Hotelkette sieht sich massiver Kritik ausgesetzt und reagiert nun mit einem Hausverbot für den Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke, dessen Aussagen während einer Parteiveranstaltung am 17. Januar 2017 in Dresden für Aufsehen gesorgt hatten.

Er hatte dort unter anderem beklagt , dass Deutschland das einzige Volk der Welt sei, das sich mit dem Berliner Holocaust-Mahnmal „ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat“. Zudem forderte er eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“.


Die Maritim Hotelgesellschaft hat Höcke deshalb ein Hausverbot für alle Maritim Hotels ausgesprochen. Dies gilt auch für den Bundesparteitag im April im Maritim Hotel Köln. Der Vertrag für diese Veranstaltung ist bereits im Frühjahr 2016 geschlossen worden. „Nach eingehender juristischer Prüfung ist ein Zurücktreten seitens Maritim leider nicht möglich“, bedauert Maritim-Geschäftsführer Gerd Prochaska. „Wir haben der AfD bereits angeboten, kostenfrei vom Vertrag zurückzutreten, wovon bedauerlicherweise bisher kein Gebrauch gemacht wurde.“


Und weiter: „Als weltoffener und internationaler Gastgeber distanziert sich Maritim ausdrücklich von den Äußerungen Björn Höckes, die absolut nicht vereinbar sind mit der deutschen Geschichte und unserer Auffassung eines internationalen, offenen Miteinanders. Bei Maritim arbeiten Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und wir begrüßen tagtäglich unzählige internationale Gäste in unseren Hotels.“


Die Durchführung des Bundesparteitags der AfD im Maritim Hotel Köln stehe folglich in keinerlei Zusammenhang mit der gesellschaftspolitischen Einstellung der Maritim Gruppe. Ganz im Gegenteil sind die aktuellen Proteste gegen das Maritim Hotel Köln und die Maritim Hotelgesellschaft Anlass, sich deutlich von der aktuellen politischen Ausrichtung und Gesinnung der AfD zu distanzieren. Deshalb werden die Maritim Hotels gegenwärtig keine weiteren Räumlichkeiten an die AfD vergeben.

www.maritim.de