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Apr
03

Abschlusserklärung

10. World Future Forum: Vor "Ende der Zivilisation" gewarnt

Die Teilnehmer des 10. World Future Forums 2017 in Bregenz vor der Seebühne. (Foto: Kongresskultur Bregenz/Mathis)

Zum Abschluss des 10. World Future Forums, das vom 30. März bis 2. April in Bregenz abgehalten wurde, hat der Weltzukunftsrat seine „Bregenzer Erklärung“ veröffentlicht. Die Ratsmitglieder aus aller Welt sehen Klimawandel und nukleare Bedrohungen als existentielle und akute Gefahr für die Menschheit. "Wenn wir den Kurs nicht ändern, steuern wir auf nie dagewesene Gefahren und Konflikte zu, die – in absehbarer Zeit – sogar das Ende der menschlichen Zivilisation einschließen."

So drastisch formuliert der World Future Council, zu Deutsch auch Weltzukunftsrat, seine Einschätzung der aktuellen Lage in seiner „Bregenzer Erklärung“. Jakob von Uexküll, Initiator des Weltzukunftsrates, kann auf ein produktives World Future Forum zurückblicken und bekräftigt: „Warum mit Problemen leben, die wir lösen können? Und wir werden uns weiterhin – gemeinsam mit unseren Bregenzer Partnern – für eine nachhaltige, friedliche und gerechte Zukunft einsetzen.“ Unter anderem werden mit dem diesjährigen Future Policy Award, dem „Oscar für gute Gesetze“, politische Lösungen ausgezeichnet, die sich der Bekämpfung von Wüstenbildung und Landdegradation verschrieben haben: 30 Prozent der Landmasse der Erde sind von Trockengebieten bedeckt und somit sind 135 Millionen Menschen durch Wüstenbildung von Vertreibung und Hunger, die zu den Gründen für die Flüchtlingsströme in den Westen zählen, bedroht. Die Preisverleihung wird im Herbst 2017 in China stattfinden. Weitere Maßnahmen umfassen unter anderen die Nutzbar-Machung der Geldschöpfungspolitik für Klimaschutz und die Umlenkung von Rüstungsausgaben zur Armutsbekämpfung.

www.worldfuturecouncil.org/de;
www.kongresskultur.com