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Apr
18

Wissenschaftler der FH Münster entwickeln „Friedensteller“ für den Katholikentag

Die Welt ist, wie du isst

Foto: FH Münster

Vom 9. bis zum 13. Mai wird Münster Ziel für Zehntausende Gläubige aus ganz Deutschland und dem Ausland sein. Unter dem Leitthema „Suche Frieden“ möchten die Organisatoren des Katholikentags darauf aufmerksam machen, dass jeder Einzelne mit seinem Verhalten Einfluss auf Frieden und eine gerechtere Welt nehmen kann.

„Was und wie Menschen essen, gehört unbedingt dazu. Jeder kann mit seiner täglichen Ernährung etwas für mehr Gerechtigkeit und den Erhalt der Schöpfung tun, vor der Haustür und global“, betont Prof. Dr. Petra Teitscheid von der FH Münster. So sei etwa der steigende Konsum tierischer Produkte mit dafür verantwortlich, dass Millionen Menschen die Ernährungsgrundlage entzogen werde, weil Ackerflächen auf anderen Kontinenten zunehmend für den Anbau von Futtermitteln statt für die Versorgung der heimischen Bevölkerung genutzt werden. Die Wissenschaftlerin vom Institut für Nachhaltige Ernährung (iSuN) hat das Projekt „Friedensteller – Die Welt ist, wie du isst“ initiiert. Träger des von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen geförderten Projekts ist der Katholikentag e. V. Kooperationspartner sind neben der FH Münster das Bistum und die Stadt Münster.

Die Friedensteller-Gerichte sind für die Verpflegung der rund 2.000 Helfer beim Katholikentag gedacht. Die Mensa am Aasee und die Kantine der Bezirksregierung werden sie anbieten. Wenn alle Helfer sich jeden Tag für die Friedensteller-Gerichte entscheiden, können sie gemeinsam mehr CO2 einsparen, als ein durchschnittlicher Bundesbürger im Jahr produziert. Das hat Fara Flügge, die Koordinatorin im Projekt, errechnet. „Wenig oder gar kein Fleisch, regional, saisonal und bio, das lässt sich relativ gut messen und umsetzen. Soziale Kriterien wie Gerechtigkeit und Tierwohl sind dagegen schwieriger zu fassen. Klar ist aber, dass zum Beispiel die Folgen des Klimawandels insbesondere die Menschen im globalen Süden treffen“, sagt Flügge. „Der Friedesteller steht für eine Lebensweise, die aktiv zur Vermeidung von Fluchtursachen beiträgt,“ ergänzt Teitscheid.


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