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Mär
30

Live oder on demand – per Mausclick zum Kongress

Neue Kongress-Dienstleistung „m:convidoc“

Der Kongress wird weltweit empfangbar

Auch für Teilbereiche buchbar

Premiere hatte m.convidoc beim 116. Kongress der DGIM

Die Live-Übertragung und der On-Demand-Abruf von Kongress-Vorträgen über das Internet ermöglichen es Veranstaltern, ihren Teilnehmerkreis maßgeblich auszuweiten. m:con vidoc bietet virtuellen Teilnehmern nahezu ein Live-Erlebnis: Sowohl der Referent als auch dessen eigentliche Präsentationkönnen mit nur geringem Aufwand aufgezeichnet und ins Internet übertragen werden. Die integrierte Mediathek bietet einen hohen Zusatznutzen.

Zeitmangel hindert so manchen daran, an einem Kongress teilzunehmen. Und für andere ist nur ein einziger Vortrag interessant. Auf diese potenziellen Teilnehmer zielt die Full Service-Lösung m:con vidoc ab: Sie ermöglicht es, einzelne Vorträge live zu verfolgen oder per video on Demand anschließend in einer Mediathek abzurufen – ganz bequem über Internet. Entwickelt hat m:convidoc der Kongressveranstalter und Eventorganisator m:con in Mannheim. „Immer mehr Veranstalter erkennen die Vorteile, die die Live-Übertragung und On-Demand-Bereitstellung der gesamten Veranstaltung über das Internet mit sich bringen“, berichtet Thomas Hohm, Leiter IT Services bei m:con. „Als Teil des Internets wird der Kongress weltweit empfangbar. So können neue Interessenten erreicht und die Teilnehmerzahl erhöht werden.“

m:convidoc basiert auf vier technischen Komponenten: einer Kamera, einem Rekorder, einer Aufzeichnungs und Abspielsoftware sowie einem Internetportal. Der Redner wird mit der Kamera gefilmt, gleichzeitig wird der Bildschirm des Redners mit der jeweiligen Präsentation aufgezeichnet sowie der Ton über die Saal-Tonanlage angeschlossen. Video, Ton und Bildschirm werden synchronisiert, werden über ein Internetportal zur Verfügung gestellt. Über dieses Portal können die User die Inhalte abrufen – live oder im Nachgang aus der Mediathek, in der alle Vorträge automatisch archiviert werden. Veranstalter haben auch die Möglichkeit, die Online-Teilnehmer bei Diskussionsrunden mittels Chatfenster und Moderator im Saal live mit einzubinden.

Der Stream, den der User sieht, kommt dem Live-Erlebnis sehr nahe: Er kann den Vortrag verfolgen, sieht wie der Referent agiert und gleichzeitig hat er die Präsentation oder die Demo vor Augen. Der User kann alle Inhalte interaktiv abrufen und bei der Darstellung von Video und Präsentation zwischen unterschiedlichen Ansichten wählen. Er kann in den Folien blättern, das Rednervideo wird dann entsprechend vor- oder zurückgespult.

Eine umfangreiche Such- und Recherchefunktion erlaubt es den Inhalt nach Schlag- oder Suchwörtern zu filtern. Auf diese Weise lassen sich schnell und gezielt die gewünschten Beiträge finden und sichten. m:con vidoc bereichert aber auch die Veranstaltung vor Ort: So können die Vorträge gleichzeitig auch auf Displays außerhalb des Saals gestreamt werden. „Bisher haben wir hierfür Kameraproduktionen gefahren. Das ist wesentlich teurer und zeigte entweder den Redner oder die Präsentation aber nicht beides gleichzeitig auf einem Screen“, erklärt Thomas Hohm.

„Die Online-Teilnahme ist eine Alternative zur Teilnahme vor Ort. Sie soll und kann die persönliche Präsenz und den Austausch mit Kollegen während des Kongresses jedoch nicht ersetzen“, meint Hohm. Vielmehr wolle man damit die Kapazität einer Tagung erhöhen. Denn die Teilnehmerzahl über Internet sei beliebig steigerbar. Zusätzlich profitiert der Kunde von der Möglichkeit, den Kongress nachzubereiten und zu dokumentieren. Dies macht m:convidoc vor allem für medizinische Kongresse interessant. In der Mediathek sind alle Beiträge gespeichert.

Der User kann darauf wie in einer Online-Bibliothek zugreifen. Gebündeltes Expertenwissen kann so viel intensiver genutzt werden. Nicht zuletzt ist m:convidoc auch für Präsenzteilnehmer von Nutzen: Sie können im Nachhinein einen Vortrag, an dem sie teilgenommen haben, nochmals im Detail verfolgen, sich Parallelveranstaltungen anschauen oder in den Vorträgen recherchieren. Wie die Onlineteilnahme ausgestaltet wird, entscheidet der Kunde. Das System bietet eine flexible Benutzerund Rechteverwaltung. Die Kongressinhalte können für jeden frei zugänglich sein, aber sie auch mit einem Passwort-geschützt werdenoder registrierungspflichtig sein. Diese Möglichkeiten lassen sich mit einer Bezahlfunktion kombinieren. „Mit m:convidoc können sich Kongressveranstalter das Internet als Einnahmequelle erschließen. Für Inhalte, die nicht kostenlos zugänglich sein sollen, bieten wir eine Kreditkartenzahlungsoption an“, erläutert Hohm. Auch hier ist Flexibilität das oberste Prinzip. Der Online-Kongressteilnehmer ist nicht notwendigerweise verpflichtet, die gesamte Veranstaltung zu buchen. Es ist ebenfalls denkbar, Tickets für einzelne Vorträge oder für Pakete, beispielsweise mit den Vorträgen der Key-Note-Speaker, anzubieten.

Der Verkauf der Online-Tickets erfolgt über dieselbe Internetplattform wie der Verkauf der Präsenztickets. Einen Kongress mit m:convidoc aufzuzeichnen und zu übertragen, ist sowohl in dem von m:con betriebenen Congress Center Rosengarten in Mannheim als auch in anderen Kongresszentren möglich. Wer m:convidoc einsetzen möchte, benötigt die Einverständniserklärung des Referenten und des Autoren um entsprechend dem Urhebergesetz seine Inhalte auch zeigen zu dürfen. Seit November arbeitet Thomas Hohm in einem Team von sechs Kollegen an der Umsetzung von m:convidoc.

Zehn Videorekorder sind momentan vorhanden und parallel einsetzbar. Seine Feuertaufe hat m:convidoc inzwischen erfolgreich bestanden: Zum ersten Mal kam die Lösung beim 116. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) zum Einsatz. Rund 8.200 Mediziner und Wissenschaftler aus Praxen und Kliniken waren in die Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden gekommen, um sich fortzubilden. Im Mittelpunkt des Kongresses standen die neuesten Verfahren der Bildgebung, Entzündungsmedizin, Infektiologie und Intensivmedizin.

Auf über 2.900 vermieteten Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentierten 128 Industriepartner ihre neuesten Entwicklungen. Seit sechs Jahren ist m:con mit der gesamten Organisation der fünftägigen Veranstaltung betraut – von der Planung über die Sponsorenakquise, Referentenmanagement, Medienannahme, Teilnehmerregistrierung bis hin zur Tagungstechnik. Insgesamt hielten knapp 1.300 Referenten Vorträge. Bei dem Pilotprojekt wurden fünf Sitzungen jeweils parallel gefilmt. Insgesamt konnten Abonnenten über 100 ausgewählte Sitzungen mit mehr als 300 Vorträgen live im Internet verfolgen. Wer den Kongress verpasst hat, kann im Nachgang zu der Veranstaltung über die Kongresshomepage darauf zugreifen. Unter www.dgim2010.de/ erreicht man mit einem Klick den gewünschten Beitrag. „Es war ein erfolgreicher Start für m:convidoc“, bestätigt Hohm.

Die Möglichkeit zur virtuellen Kongressteilnahme ist ein zukunftsweisendes Angebot, ist m:con-Geschäftsführer Michel Maugé überzeugt: „Es sind innovative Lösungen gefragt, die die Kongresswirtschaft weiter voranbringen. Die Verknüpfung von Tagungen mit Web 2.0-Technologien bietet Veranstaltern einen echten Mehrwert.“