de
en
Nov
25

MICE-Destination Dublin/Belfast

Zwei Metropolen mit Potenzial

Ob Großkongress, kleines Firmenmeeting oder Incentive, Irland respektive Nordirland sind hierfür bestens gerüstet. Und die einschlägige Infrastruktur wird nach wie vor weiter ausgebaut.

Irland zählt schon lange zu den beliebtesten Urlaubszielen in Europa und auch im MICE-Bereich hat sich das Land seit Jahren einen guten Ruf erworben. Die grüne Insel punktet dabei mit einem einzigartigen Mix aus Natur und Kultur, Tradition und Moderne, einer sehr gut ausgebauten Infrastruktur sowie hervorragenden Tagungs- und Kongressmöglichkeiten und erstklassigen Hotels. Davon konnte sich Mitte September eine Gruppe deutscher MICEVeranstalter bei einem Besuch in Dublin und Belfast überzeugen. Problemlos gestaltet sich dabei bereits die Anreise aus Deutschland. Dank hervorragender Flugverbindungen ist Irland in rund zwei Stunden zu erreichen. Die nationale Fluggesellschaft Aer Lingus fliegt täglich ab allen großen deutschen Flughäfen wie Berlin, München, Frankfurt, Stuttgart, Hamburg und Düsseldorf nach Dublin. Auch die Lufthansa sowie Germanwings und Ryanair haben die irische Hauptstadt im Programm. Für den reibungslosen Ablauf des Tourprogramms sorgte vor Ort sorgte das Team der Wallace Travel Group. Erster Programmpunkt: Lunch im Cruzzo Restaurant an der Marina von Malahide. Der von den Architekten Opperman& Associates entworfene Komplex ist so angelegt, dass er möglichst viel der umgebenden maritimen Atmosphäre einfängt. So hat man ungehinderten Blick auf die rund 200 draussen ankernden Yachten und das Meer. Insgesamt bieten Bar und Restaurant im Cruzzo Platz für 250 Gäste. Im übrigen stellte das Cruzzo mit seiner Menüabfolge sofort klar, dass die irische Küche keineswegs nur deftig sein muss, sondern auch durchaus raffiniert sein kann. Entsprechend gestärkt folgte die erste Site Inspection im 20 Kilometer von Dublin entfernten Carton House. Mitten in einem 450 Hektar großen Anwesen gelegen, präsentiert sich das Ganze als gelungene Kombination aus Alt und Neu. Insbesondere für Meeting- Veranstalter dürften sich reizvolle Kombinationsmöglichkeiten ergeben. Während sich die glanzvollen Räumlichkeiten des 1739 erbauten historischen Ursprungshauses mit ihren 5,5 Metern Deckenhöhe vor allem für exklusive Boardmeetings, intime Dinner für 20 Personen oder Drink Receptions für bis zu 360 Teilnehmer anbieten, findet der Veranstalter im Konferenztrakt des Anwesens, der durch einen Glaskorridor erreicht wird, modernst ausgestattete Tagungsräume vor. Die dreifach unterteilbare Carton Suite bietet bei Theaterbestuhlung Platz für 500 Teilnehmer sowie ein 190 qm großes Foyer. Ergänzt wird das Angebot durch einen 34 qm großen Boardroom und die ebenfalls dreifach unterteilbare Kildare Suite, die bis zu 100 Personen fasst. „Modernen Luxus“ offerieren daneben die 147 Zimmer des Carton House, deren Ausstattung selbstverständlich auch Bezug nimmt auf die Historie des Anwesens. Wer sich nach dem Meeting so richtig austoben möchte, dem bietet quasi direkt vor der Haustür „Ireland Xtreme’s“ hierfür jede Menge Gelegenheit. Ob Geländefahrten mit allradgetriebenen Jeeps, Hochseilgarten oder sonstige Outdoor-Teambuildings. Irische Tradition, authentischer Lokalcharakter und zeitgemäßer Chic erwartet den Gast im Four Seasons Dublin. In einer der exklusivsten Lagen Dublins bietet das Four Seasons 197 großzügig bemessene Gästezimmer, die stilvolle Ausstattung und zugleich modernste Technik kombinieren. Für Business Events stehen im Four Seasons auf einer Gesamtfläche von 1.400 Quadratmetern zwei Ballsäle sowie vier angrenzende Meetingräume zur Verfügung, die Veranstaltungen von 10 bis 550 Personen ermöglichen. Nahezu ein Muss bei einem Besuch in Dublin ist eine Visite in der Old Jameson Distillery im Herzen der irischen Metropole. Sie ist zweifellos eine der gefragtesten touristischen Attraktionen Irlands, bietet aber auch MICE-Veranstaltern die Möglichkeit für exklusive Events. Auch für kleinere Gruppen sind hier individuelle Führungen möglich, die nicht nur mit der Kunst der Whiskyherstellung vertraut machen, sondern bei einer anschließenden Verkostung auch die Unterschiede zwischen irischem, schottischen und amerikanischem Whisky verdeutlichen. Am besten abgerundet wird das Ganze mit einem Dinner im Restaurant der Distillery, dem „3rd Still Restaurant“. Bis zu 200 Gäste können an einem solchen Team-Event teilnehmen.

Nach einer ersten Nacht in Dublin führt der Fam-Trip nächsten Tags ins nordirische Belfast. Rund 30 Fahrminuten vor Belfast ein Zwischenstopp in Ballywalter Park, dem Heim von Lord und Lady Dunleath. Hier ist richtig, wer eine exklusive Location für sein Corporate oder sonstiges Event sucht. Die stilvollen Räumlichkeiten des seit 150 Jahren in Familienbesitz befindlichen Anwesens ermöglichen Konferenzen für bis zu 100 Teilnehmer. Bekannter ist Ballywalter Park jedoch eher für sein Catering. Hier sind Dinner für 25 bis 60 Gäste möglich, wobei Lady Dunleath, eine „Food Historian“ gerne die Menüauswahl übernimmt, während Lord Dunleath die dazu passenden Weine aus dem umfangreichen Weinkeller des Hauses aussucht.

Belfast, so heißt es zurecht, ist wiedergeboren als eine Stadt, in der Alt und Neu and in Hand gehen. Es ist eine blühende Geschäftsstadt mit eleganten viktorianischen Straßenzügen und einer industriellen Vergangenheit, die allmählich zu einer ihrer größten Touristenattraktionen wird.

Für größere Gruppen findet sich in Belfast gleich eine ganze Reihe ausgefallener Event- Locations. So lässt sich im Ulster Folk&Transport Museum in originalgetreu ausgestatteten Cottages, Schulzimmern und Läden das Leben vor mehr als hundert Jahren nachvollziehen. Und Technikfans wird angesichts der dort eindrucksvoll präsentierten alten Dampfloks, Pferdekutschen, Feuerwehrwagen und sonstigen Oldtimer das Herz höher schlagen. Das Ulster Museum dagegen erweist sich als wahre Schatzkammer mit einer Mischung aus Kunst, Geschichte und Naturwissenschaften. Hier findet sich der Besucher konfrontiert mit Dinosauriern, ägyptischen Mumien oder auch moderner Kunst – das Haus hat wirklich für Jeden etwas zu bieten. Literaturinteressierte können alternativ in den Sammlungen der Linen Hall Library schmökern. Die älteste Bibliothek Belfasts wurde 1788 gegründet und ist bekannt für ihre große Sammlung einzigartiger Dokumente.

An Pracht nichts zu wünschen übrig lässt daneben die Belfast City Hall. Der im August 1906 eröffnete Prachtbau dokumentiert auf hervorragende Weise den seinerzeitigen Wohlstand und die industrielle Macht der Stadt. Beeindruckend sind bereits die Eingangshalle und die große Freitreppe aus italienischem Marmor. Für Veranstaltungen sind hier vor allem drei Räume geeignet: Die Reception Hall mit ihren drei eindrucksvollen Bleiglasfenstern, die das Wappen Belfasts, das königliche Wappen und das Wappen der Chichester-Familie zeigen, die Great Hall mit ihrer 12 Meter hohen Decke, die sich unter anderem für festliche Dinner hervorragend eignet sowie für kleinere Meetings die Lord Mayors Suite.

Im kommenden Jahr wird Belfast noch um ein weiteres Highlight reicher: das Titanic Belfast. Die Außenfassade des Centres mit ihren wellenartigen Aluminiumverkleidungen ist vor kurzem fertiggestellt worden. Im Inneren des mondänen Konferenz- und Erlebniszentrums wird auf Hochtouren gearbeitet, um im April 2012 zu dem Tag zu eröffnen, als die Titanic (Made in Belfast) vor 100 Jahren sank. Im fünften und sechsten Stockwerk des postmodernen Schiffsrumpfes an Land wird dann der Glanz des einstigen First-Class Bankettsaals wieder erstehen. Der Nachbau mit der ausladenden Freitreppe wird Platz für mehr als 1.000 Gäste bieten – mit beeindruckenden Ausblicken durch helle „Schiffsluken“ auf den Hafen und das Spencer Dock, wo die Titanic erbaut wurde. Buchungen für Events und Incentive- Veranstaltungen sind bereits möglich.

Mit einer Fülle von Eindrücken ging es für die Teilnehmer des Famtrips zurück nach Dublin, das mit einer Reihe weiterer sehenswerter Veranstaltungsorte aufwarten kann. An erster Stelle das in avantgardistischem Design erbaute Convention Centre Dublin (CCD), das im September 2011 seinen ersten Geburtstag feiern konnte und dabei auf ein äußerst erfolgreiches Jahr zurückblickt. Es bietet in 22 hochmodernen multifunktionalen Meeting- und Ausstellungsräumen bis zu 8.000 Tagungsteilnehmern Platz.

Architektonisches Highlight ist das gläserne Atrium, das sich über die gesamte Höhe des Gebäudes erstreckt und von seinem höchsten Punkt aus einen spektakulären Rundblick über die Skyline von Dublin, die Dubliner Bucht und die Wicklow- Mountains gestattet. Das Auditorium, Herz des CCD mit 2.000 Plätzen, ist für Veranstaltungen jeglicher Art geeignet. In Irland ist man besonders stolz darauf, dass das CCD Dank einer engen Public Private Partnership gebaut werden konnte und sich erwartungsgemäß zu einem starken Wirtschaftsfaktor entwickelt. Schätzungen gehen davon aus, dass die Einnahmen des irischen Tagungstourismus durch das neue Konferenzzentrums verdoppelt werden können. In der legendären Guinness- Brauerei ist mit dem Guinness Storehouse ein ungewöhnlicher Veranstaltungsort in der irischen Hauptstadt entstanden. Irlands beliebteste Besucherattraktion führt in eine Reise tief ins herz der berühmten Guiness-Marke und des Unternehmens. Dieses historische Gebäude gilt als eines der Herzstücke des Dubliner und irischen Kulturerbes. Die sieben Stockwerke erwecken das reiche Erbe des Guiness zum Leben und erzählen seine Geschichte von den Anfängen am St. Jame’s Gate bis zuu seiner Entwicklung zu einer weltweit bekannten Marke. Auch für Meeting- und Incentivegruppen ein besonderes Erlebnis: ein frischgezapftes Pint hoch oben in der rundum verglasten Gravity Bar. Von hier genieß man einen atemberaubenden 360-Grad- Rundumblick über ganz Dublin und darüber hinaus. Eine Sightseeing-Tour Dublins der etwas anderen Art bietet die Viking Splash-Tour. Ausstaffiert mit Wikinger-Helmen sitzt man in einem Amphibien- Fahrzeug aus dem 2. Weltkrieg mit Namen wie Freya, Thor oder Odin. Der Tourguide sieht aus wie ein stilechter Wikinger und erklärt mit Witz und Charme die Highlights der Tour: St. Stepehen’s Green, St- Patrick’s Christchurch Cathedral, Trinity College, die Regierungsgebäude und das gregorianische Dublin. Schließlich geht es dann bei den Docklands ins Wasser, das Straßenfahrzeug wird zum Boot. Hier heißt es Schwimmwesten überziehen für das Sightseeing auf dem Grand Canal. Insgesamt 90 Minuten Vergnügen gepaart mit Wissenswertem.

Dateien:
Irland.pdf2.5 M