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Jul
18

EVVC warnt vor Auswirkungen

Reform der Sommerferien

Foto: twinlili / pixelio.de

Mit deutlicher Kritik reagiert der Europäische Verband der Veranstaltungs-Centren (EVVC) auf den Vorschlag des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) zur Überarbeitung der Sommerferientermine. Durch eine Ausdehnung der Sommerferienzeiten könnte die Kongress- und Tagungswirtschaft Schaden nehmen. In seiner Studie plädiert der DTV dafür, den sogenannten Sommerferien-Korridor, in dem die Sommerferien aller Bundesländer stattfinden, auf bis zu drei Monate auszudehnen und dabei Deutschland in einen kalendarischen Nord- und Südteil aufzuteilen. Die Kultusministerkonferenz hat in diesem Zusammenhang eine Entscheidung für das Jahr 2014 angekündigt. Dann sollen die Sommerferienzeiten für 2018 bis 2024 neu geregelt werden.

Durch die Verlängerung der bisherigen Gesamt-Ferienzeitschiene wird die Möglichkeit, Kongresse und Tagungen auf nationaler Ebene durchzuführen noch weiter als bisher eingeschränkt. Denn durch die volle Ausnutzung des Zeitfensters für die Sommerferien werden aus bisher durchschnittlich 81 Tagen fast 90 Tage. Kongress- und Tagungsplaner, die Veranstaltungen mit bundesweiter Wirkung planen, haben somit weitere zwei Wochen weniger zur Verfügung, um Zeiträume zu buchen, zu denen keine Ferien in Deutschland stattfinden. „Für die Kongress- und Tagungswirtschaft sind aus diesen Gründen die Überlegungen der Studie des DTV als äußerst kritisch zu betrachten“, so EVVC-Präsident Joachim König.

„Man sollte nicht vergessen, dass Arbeitsplätze in der Kongress- und Tagungswirtschaft durchaus auch erhebliche gesamtwirtschaftliche Beiträge leisten und dass hierfür belegbare Zeitfenster erforderlich sind, bei denen mit maximaler Teilnehmerzahl gerechnet und kalkuliert werden kann. Auch der EVVC hat hierfür kein Patentrezept. Nur die einseitige Betrachtung der touristischen Möglichkeiten im Freizeit- und Ferienbereich greift vielleicht dann doch ein wenig kurz.“