Aktuelle Corona-Politik : DEHOGA schlägt Alar...
Aktuelle Corona-Politik

DEHOGA schlägt Alarm

Foto: DEHOGA Bundesverband/Svea Pietschmann
DEHOGA Präsident Zöllick stellt Forderungen an die Bundesregierung, um den drohenden Entlassungen und finanziellen Verlusten entgegenzusetzen.
DEHOGA Präsident Zöllick stellt Forderungen an die Bundesregierung, um den drohenden Entlassungen und finanziellen Verlusten entgegenzusetzen.

Die verschärften Corona-Regelungen haben weitreichende Auswirkungen für Restaurants und Hotels. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA schlägt Alarm. „Die Lage im Gastgewerbe verschlechtert sich von Tag zu Tag“, sagt DEHOGA-Präsident Guido Zöllick.

Die Betriebe erlebten eine gewaltige Stornierungswelle. Viele könnten nicht mehr wirtschaftlich arbeiten. Hinzu käme das Risiko neuer umfassender Schließungen von Restaurants sowie drohende Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte durch das geänderte Infektionsschutzgesetz. „Uns wurde immer versprochen, es solle keinen Lockdown für Geimpfte mehr geben. Das sieht nun anders aus. Bei Unternehmer wie Mitarbeitern nehmen Verunsicherung, Verzweiflung und Zukunftsängste zu“, erklärt Zöllick. „Das Mindeste ist jetzt, dass die durch die Corona-Maßnahmen entstandenen Schäden vollumfänglich ausgeglichen werden“, appelliert Zöllick im Vorfeld der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag und mit Blick auf die Bundestagsdebatte zum Infektionsschutzgesetz in dieser Woche an die Politik. Die aktuellen Wirtschaftshilfen reichten nicht aus. Von der Politik in Bund und Ländern fordert Zöllick Zuverlässigkeit und Planungssicherheit.  
„Die Lage im Gastgewerbe verschlechtert sich von Tag zu Tag. Die Betriebe erlebten eine gewaltige Stornierungswelle. Viele könnten nicht mehr wirtschaftlich arbeiten.“
DEHOGA-Präsident Guido Zöllick

Konkret fordert der DEHOGA:  
  • Nachbesserung bei den Corona-Hilfen und Schließung von Förderlücken
  • Schnellere Bewilligung von Überbrückungshilfen
  • Erhöhung des Eigenkapitalzuschuss und die Personalkostenpauschale bei der Überbrückungshilfe III Plus für November und Dezember und der Überbrückungshilfe IV ab Januar oder ähnlichen Kompensation
  • Rückkehr zur alten Regelung der Erstattung von 100 Prozent der Fixkosten bei Überbrückungshilfe IV
  • Verhältnismäßige Corona-Maßnahmen in den Bundesländern
  • Beschleunigung und Professionalisierung der Impfkampagne ebenso wie die Ausweitung der Testkapazitäten
  • Beibehaltung der erhöhten Leistungszuschüsse beim Kurzarbeitergeld und der einhundertprozentigen Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge
Seit November liegen die Umsatzverluste wieder im hohen zweistelligen Bereich. Gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 betrug der reale Umsatzrückgang im Gastgewerbe von Januar bis September 2021 laut Statistischem Bundesamt 44,9 Prozent.
Weiterführende Informationen
Die DEHOGA arbeitet als Unternehmer- und Berufsorganisation und nimmt die Interessen von Hotellerie und Gastronomie in der Bundesrepublik wahr. Die DEHOGA setzt sich für die Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen und eine gute Wirtschaftspolitik ein. Ob Arbeitsmarkt- oder Tarifpolitik, Aus- und Weiterbildung, Recht und Steuern, Umweltschutz und Urheberrecht, der DEHOGA spricht für die Hotellerie und Gastronomie.


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