Erste touristische Öffnungen im Ausland: Auch...
Erste touristische Öffnungen im Ausland

Auch Geschäftsreisen werden wieder geplant

Foto: Leslie Vella

Die COVID-19-Pandemie veranlasste nahezu alle Staaten, internationalen Reiseverkehr komplett zu unterbinden. Jetzt bereiten sich zum Beispiel Malta oder Israel wieder auf Incoming-Tourismus vor. Unterdessen planen auch Unternehmen, ihre Geschäftsreisetätigkeit wieder aufzunehmen.

Malta bereitet sich auf die Wiedereröffnung des Tourismus vor. Die Malta Tourism Authority hat in Zusammenarbeit mit der Regierung Maltas und dem Gesundheitsministerium ein COVID-19-Sicherheitsprotokoll vorgestellt, welches Reisenden in naher Zukunft einen sicheren und erholsamen Urlaub auf dem Mittelmeer-Archipel ermöglichen soll. Das neue Protokoll beinhaltet spezifische Richtlinien und Checklisten für unterschiedliche Sektoren der Tourismusbranche. Dazu zählen unter anderem Beherbergungs- und Restaurantbetriebe sowie Strände und Strandeinrichtungen, die nach ihrer Schließung infolge des weltweiten COVID-19-Ausbruchs schrittweise wieder für den Tourismus im In- und Ausland öffnen.

Auch in Israel steht die Öffnung des internationalen Tourismus unmittelbar bevor. Alle Sektoren der Tourismusindustrie haben umfassende Vorkehrungen getroffen, um Reisenden in naher Zukunft einen sicheren Aufenthalt und einen erholsamen Urlaub zu ermöglichen. Der 1. Juni 2020 gilt in vielen Bereichen der israelischen Reisebranche als Stichtag: Bis dahin sollen die landesweiten Maßnahmen zu einem sicheren und unbesorgten Israelurlaub umgesetzt werden; außerdem sollen ab diesem Datum die meisten Bereiche des Tourismus wieder zugänglich sein. Unabhängig davon gilt vorerst noch die weltweite Reisewarnung für Deutschland bis zum 14. Juni und die 14-tägige Quarantäneregel für ausländische Gäste in Israel.

Unterdessen ergibt eine Studie der Global Business Travel Association (GBTA), dass mehr als die Hälfte der Mitgliedsunternehmen erwägt, das Reisen in naher Zukunft wieder aufzunehmen, dabei spielen vor allem Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinien eine entscheidende Rolle.

"Die Leute werden nicht reisen, bis sie sich sicher fühlen. Unsere Mitgliedsunternehmen möchten, dass in jeder Phase des Reiseprozesses verschiedene Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden - vom Bodentransport über Fluggesellschaften bis hin zu Hotels. Mit dem Aufheben der Beschränkungen auf der ganzen Welt sprießen in der Branche kleine grüne Triebe des Optimismus aus, und mehr als die Hälfte (54%) der Unternehmen erwägt, in naher Zukunft alle Reisen wieder aufzunehmen. Das ist ein positives, wenn auch kleines Zeichen dafür, dass wir endlich in die richtige Richtung gehen “, sagte Scott Solombrino, CEO von GBTA.

Um die Auswirkungen des Coronavirus auf Geschäftsreisen zu verstehen, führte GBTA am 13. und 15. Mai 2020 seine siebte Umfrage unter Mitgliedern durch und erhielt Antworten von 1.705 Mitgliedsunternehmen aus der ganzen Welt.

Zu den wichtigsten Ergebnissen der Umfrage gehören:
  • Die meisten GBTA-Mitgliedsunternehmen, die angeben, die meisten oder alle Reisen in eine bestimmte Region / ein bestimmtes Land storniert oder ausgesetzt zu haben, planen, die Geschäftsreise in der neuen Zukunft wieder aufzunehmen, oder erwägen, die Reise wieder aufzunehmen.
  • Jedes vierte GBTA-Mitgliedsunternehmen gibt an, in naher Zukunft wieder in die USA (28%) und / oder nach Kanada (24%) reisen zu wollen.
  • Vier von zehn berichten, dass ihr Unternehmen erwägt, die Reisen in die USA (44%), nach Europa (43%) und nach Kanada (41%) in naher Zukunft wieder aufzunehmen, haben jedoch derzeit keine endgültigen Pläne, wann die Reisen wieder aufgenommen werden sollen.
  • Die Hälfte (54%) der GBTA-Mitgliedsunternehmen erwägt, alle Reisen (unabhängig von Land oder Region) in naher Zukunft wieder aufzunehmen, obwohl sie derzeit keine endgültigen Pläne für die Wiederaufnahme haben. Darüber hinaus gibt nur jedes zehnte (14%) GBTA-Mitgliedsunternehmen an, dass es nicht plant, alle Reisen in naher Zukunft wieder aufzunehmen.
  • GBTA-Mitgliedsunternehmen erwarten, dass ihre Mitarbeiter in den ersten sechs Monaten nach Aufhebung der Beschränkungen bereit sind, zu reisen. Eine Mehrheit (62%) glaubt, dass die meisten oder einige Mitarbeiter bereit sind zu reisen, nachdem die Beschränkungen aufgehoben wurden.
  • Viele GBTA-Mitgliedsunternehmen geben an, dass sie einige wichtige Geschäftsreisen zulassen. Fast jeder Vierte (37%) erlaubt einige wichtige Geschäftsreisen, während mehr als die Hälfte (56%) alle Geschäftsreisen storniert oder ausgesetzt hat.
  • Auf die Frage, welche Schritte Hotels unternehmen können, um Bedenken hinsichtlich der Gesundheit und Sicherheit von Reisenden auszuräumen, die Reinigungsstandards zu erhöhen, um die aktuellen Reinigungsprotokolle zu übertreffen (80%), die Mitarbeiter zum Tragen von Gesichtsmasken zu verpflichten (55%) und zusätzliche Schulungen für das Personal in Bezug auf COVID-19-Hygiene anzubieten Praktiken und die Meldung von Vorfällen (53%), die Verbesserung der Kommunikation über Hotelhygienepraktiken (44%), das Tragen von Gesichtsmasken durch Gäste in öffentlichen Bereichen (43%) und die Durchsetzung von Richtlinien zur physischen Distanzierung (43%) wurden am häufigsten genannt.


 

 
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