Austrian Convention Bureau (ACB): Den Corona-...
Austrian Convention Bureau (ACB)

Den Corona-JoJo-Effekt vermeiden

Foto: ACB
Gerhard Stübe, ACB Präsident und Geschäftsführer Kongresskultur Bregenz.
Gerhard Stübe, ACB Präsident und Geschäftsführer Kongresskultur Bregenz.

Der Präsident des Austrian Convention Bureau (ACB) Gerhard Stübe, sieht die in Österreich ab dem 5. März angekündigten Öffnungsschritte für Veranstaltungen positiv, fordert aber ebenfalls ein klares Konzept, um einen JoJo-Effekt bei den Coronamaßnahme zu vermeiden.
 
„Natürlich freuen wir uns, dass wir unsere Pforten wieder öffnen können. Die heimische Tagungs- und Kongressindustrie hat in den vergangenen Monaten gezeigt, dass – dank der Einhaltung der strikten Sicherheitskonzepte - von ihr keine Clustergefahr ausgeht. Daher wäre eine Schlechterstellung unverständlich gewesen“, so Stübe. „Unsere Mitgliedsbetriebe in ganz Österreich haben alle Vorarbeiten geleistet, um unsere Services wieder rasch anbieten zu können“, erklärt Stübe und weist auch auf die wichtige wirtschaftliche Funktion hin, welche dieser Wirtschaftszweig für Österreich hat.
„Was wir unbedingt vermeiden müssen, ist ein JoJo-Effekt, bei dem wir einmal aufsperren und kurze Zeit später wieder zusperren müssen.“
Gerhard Stübe, Präsident des Austrian Convention Bureau (ACB)

JoJo-Effekt vermeiden
Mit Blick auf mögliche Virus-Mutationen und den Herbst 2022 sowie den Erfahrungen der letzten beiden Jahre, fordert Stübe weiterhin ein klares Konzept. „Was wir unbedingt vermeiden müssen, ist ein JoJo-Effekt, bei dem wir einmal aufsperren und kurze Zeit später wieder zusperren müssen“. Das ACB fordert daher, die Erfahrungen, die man aus den vergangenen Phasen der Schließung mitgenommen hat, jetzt schon strukturiert zu analysieren, um gegebenenfalls einer neuen Welle mit milden Einschränkungen (Maskenpflicht und 2G-Regeln) begegnen zu können. Dabei wird gefordert einheitliche und einfach verständliche Regeln aufzusetzen, da in einer vernetzten Wirtschaft regionale Unterschiede bei Rahmenbedingungen zu Komplikationen und Verzerrung des Wettbewerbs führen können.
Kongresse und Tagungen als wichtiger Wirtschaftszweig
2019 fanden in Österreich über 25.000 Seminare, Firmentagungen und Kongresse mit über 1,8 Mio. Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Aus der Wiener sowie Innsbrucker Wertschöpfungsstudie zeigt sich, dass der klassische internationale Kongressgast am Tag durchschnittlich rund 540 EUR ausgibt und damit mehr als doppelt so viel wie Freizeittouristen. Tagungs- und Kongressgäste zählen grundsätzlich in allen größeren Städten zu einer wichtigen Zielgruppe.
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