Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft: Kei...
Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft

Keine Hilfen und fehlende Zusagen

Foto: Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft
Alexander Ostermaier, Mitglied des Vertreter*innen-Rats der Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft, reagiert fassungslos auf die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz.
Alexander Ostermaier, Mitglied des Vertreter*innen-Rats der Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft, reagiert fassungslos auf die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz.

Der Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom 7. Januar 2022 die Corona-Schutzmaßnahmen fortzusetzen, macht Veranstaltungen weiterhin wirtschaftlich unmöglich. Im Zuge dessen kritisiert die Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft die Bundesregierung, da sie das Überbrückungsprogramm kürzt und dringende Hilfsgelder für fremde Zwecke umleite.


Die wirtschaftliche Not der über 100.000 Betriebe in der Veranstaltungswirtschaft verlängert sich laut der Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft ohne realistische Perspektive. Für Mitarbeiter in der Branche kommt hinzu, dass zum März 2022 das Kurzarbeitergeld ausläuft. Zugleich werden Wirtschaftshilfen gestrichen, obwohl die Fördertöpfe voll sind. Die 2G-Plus-Regel bei Messen und Wirtschaftsveranstaltungen hat zur Folge, dass 30 bis 40 Prozent der internationalen Aussteller und Teilnehmer nicht anreisen können. Durch die Stornierungswelle gibt es für die Eventindustrie keinerlei wirtschaftliche Erholung durch eigenes Geschäft.

Aus dem Novemberbericht des Bundesfinanzministerium geht zudem hervor, dass der Sonderfonds für Kulturveranstaltungen nicht funktioniert. Weder bei den Wirtschaftlichkeitshilfen noch bei der Ausfallabsicherung sei ein nennenswerter Mittelabfluss zu verzeichnen. Der Sonderfonds für Messen und Kongresse mit 600 Mio. Euro Volumen werde nicht einmal mehr erwähnt.
„Keine Veranstaltungen, keine Aufträge. Die Corona-Maßnahmen der Regierung machen Veranstaltungen auf lange Sicht so gut wie unmöglich.“
Alexander Ostermaier, Mitglied des Vertreter*innen-Rats der Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft

„Keine Veranstaltungen, keine Aufträge. Die Corona-Maßnahmen der Regierung machen Veranstaltungen auf lange Sicht so gut wie unmöglich; Besucher sind stark verunsichert und Veranstalter haben keinerlei Planungssicherheit. Die sechstgrößte Branche kollabiert. Es ist schlichtweg unglaublich, dass der Bundesfinanzminister in dieser Lage dringend benötigte Hilfsprogramme kürzt, obwohl die vorgesehenen Mittel bei weitem nicht ausgeschöpft sind“, regiert Alexander Ostermaier fassungslos, Mitglied des Vertreter*innen-Rats der Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft.

„Mit dem Anstieg der Inzidenzen wurden auf Länderebene die Corona-Schutzmaßnahmen verschärft. Das führt faktisch zu einem Betätigungsverbot. Innerhalb weniger Tage hatten die Branchenunternehmen eine immense Stornowelle", erklärt Jan Kalbfleisch. Der Geschäftsführer von fwd: Bundesvereinigung Veranstaltungswirtschaft ergänzt: "Trotz der heiklen Faktenlage zeigt der jüngste Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz, dass die angespannte Situation der Veranstaltungsbranche immer noch nicht berücksichtigt wird. In eigenen Publikationen musste die Regierung bereits eingestehen, dass zahlreiche langwierig entwickelten Hilfsprogramme schlicht nicht funktionieren. Es ist essenziell, dass die Regierungen in Bund und Ländern die Bedürfnisse des pandemiegeschädigten Wirtschaftszweigs in ihrer politischen Zielsetzung berücksichtigen." Eine Neuevaluierung und Umverteilung nicht funktionierender Hilfen wie z.B. des Härtefallfonds sind in seinen Augen notwendig. Der Verband hat 2021 federführend die Organisation der Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft übernommen. 
Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft
In der Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft haben sich 25 Initiativen und Verbände der Branche versammelt. Sie vernetzt die Akteure aus 150 Berufsgruppen vom Soloselbstständigen über Technikdienstleister, Eventagenturen und Caterer bis hin zu großen Vereinen und Verbänden. In der organisationsübergreifenden und umfassenden Plattform bündelt der Sektor mit einem offenen Teilhabeprozess seine gemeinsamen Interessen und formuliert seine politischen Forderungen.

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