EAN will den den richtigen Kongressnerv treff...
EAN will den den richtigen Kongressnerv treffen

„Digital ist gekommen, um zu bleiben“

Foto: ACV

Der europäische Neurologenkongress der European Academy of Neurology (EAN) in Wien ist ein maßgebendes Beispiel, wie und wohin sich die internationale Kongressbranche entwickelt. Der nächste EAN-Kongress findet vom 19. bis 22. Juni virtuell aus dem Austria Center Vienna statt: „Die Corona-Pandemie hat uns, wie die gesamte Kongressbranche, massiv getroffen. In nur acht Wochen Vorlaufzeit haben wir letztes Jahr unseren gesamten EAN-Kongress vom klassischen Kongress zum virtuellen Kongress umorganisiert. Dieser Kraftakt ist uns großartig gelungen: 45.000 Online-Teilnehmer haben uns nicht nur gezeigt, wie wichtig der wissenschaftliche Austausch auch in Zeiten wie diesen ist, sondern den EAN-Kongress auch zum größten neurologischen Meeting der Geschichte gemacht “, so Anja Sander, Executive Director der European Academy of Neurology (EAN) mit Sitz in Wien.

Damals wurde der Fokus auf die Wissensvermittlung gesetzt. An die 1.500 wissenschaftliche Beiträge wurden voraufgezeichnet und in bis zu 20 virtuellen Räumen parallel ausgestrahlt. Live-Streams ermöglichten dann den Diskurs zwischen Teilnehmern und Sprechern. Zudem gab es Vorträge, die in andere Sprachen wie Russisch und Spanisch übersetzt wurden. Um so viele Aspekte wie möglich abzudecken, wurde auch eine Ausstellung für Industriepartner, sowie ein Kinderprogramm und Yoga Stunden online realisiert. Das Pilotprojekt Online-Kongress wurde den Teilnehmern kostenlos zur Verfügung gestellt. Durch diese Maßnahmen hat die EAN sehr viele Menschen auch aus ärmeren Ländern auf allen Kontinenten erreichen können. Studenten und junge Neurologen haben damit eine gute Möglichkeit genutzt, schon im Zuge ihrer Ausbildung aktiv an der Wissenschafts-Community teilzunehmen. „Wir tragen damit ganz stark zur Demokratisierung des Wissens, den wissen-schaftlichen Entwicklungen vor Ort und dem Stopp des Brain-Drain bei,“ freut sich Sander.

Für den diesjährigen EAN-Kongress, der vom 19.-22. Juni virtuell aus dem Austria Center Vienna übertragen wird, wurde die Online-Plattform weiterentwickelt und massiv ausgebaut. Das gesamte Team wurde dafür um neue Mitarbeiter aus den Bereichen IT, Kommunikation, Social Media und Organisation aufgestockt. Für die kommende Ausgabe sind neben der Wissensvermittlung zum Beispiel Networking-Plattformen, Quiz-Challenges, Live-TV aus dem Studio und Chats geplant. Im Sinne der Wissensdemokratisierung bleibt man – trotz hohem Professionalisierungsgrad – bei einem kostengünstigen Angebot für die Online-Teilnehmer.

Grundvoraussetzung dafür ist eine ausreichende IT-Infrastruktur wie im Austria Center Vienna, die auch im kommenden Jahr benötigt wird. „Für 2022 planen wir wieder einen großen Kongress im Austria Center Vienna, denn der persönliche Kontakt und das emotionale Erleben einer realen Veranstaltung ist durch virtuelle Formate nicht ersetzbar. Aber durch die Coronakrise hat der Trend zur Digitalisierung noch einen zusätzlichen Schub bekommen. Das heißt, für uns ist ganz klar – digital ist gekommen, um zu bleiben. Auf die Vorteile, noch globaler agieren zu können, einen Beitrag zur Demokratisierung des Wissens leisten zu können und dadurch den Nachwuchs aktiv zu fördern, wollen wir nicht mehr verzichten. Der Schritt, zukünftig auf Hybrid-Kongresse zu setzen, ist daher für mich nur logisch,“ betont Sander.

„Die Erfahrungen vom EAN-Kongress und auch das Feedback von weiteren Kunden zeigen uns, dass zukünftig der hybride Kongress zum absoluten Standard wird. Wir beherbergen mit dem ECR-Kongress bereits seit Jahren einen der größten Hybrid-Kongresse. Diese Erfahrung kommt nun all unseren Kunden zugute. Zudem bieten wir mit unserem neuen Green Screen Studio, einem virtuellen Wohnzimmer und LED-Walls in den Sälen sowie Live-Zuschaltungen unendlich viele Möglichkeiten für virtuelle und hybride Kongresse. Wir sind daher sehr froh, über die bestehenden Öffnungsschritte, die Live-Veranstaltungen mit bis zu 1.500 Teilnehmern durch die Kombination von Eintrittstests und Hygienekonzept wieder möglich machen. Das ist auch ein wichtiger Hoffnungsschimmer für die gesamte Kongress- und Tagungsbranche“, erklärt Susanne Baumann-Söllner, Direktorin des Austria Center Vienna.

www.acv.at   


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