Events in Präsenz: Wir sind zurück
Events in Präsenz

Wir sind zurück

Foto: Stefanie Loos, re:publica

Re:publica, Deutscher Digital Award, Tag der Industriekommunikation, Deutscher Hotelkongress und International Transport Forum: Mit den Temperaturen steigt im Mai und Juni die Zahl der Business Events. Selbst wenn die Teilnehmerzahlen nicht immer Vor-Pandemie-Höhen erreichen, die Wiedersehensfreude übersteigt vorerst alles. Doch was ist anders, was sind die Learnings?
 
„Is this the real life? …“ ziehen sich wie beim Karaoke die Textzeilen aus der „Bohemian Rhapsody“ von Queen in pastellfarbenen Großbuchstaben über die drei Screens von Stage 1. Im Design der re:publica 2022 laden sie zum Mitsingen ein und die Stimmung weiter auf, sofern das möglich ist. Schon eine halbe Stunde vor Beginn haben die Teilnehmer:innen alle Plätze belegt. Mussten sie doch drei Jahre auf Deutschlands Festival für die digitale Gesellschaft warten, das vom 8. bis 10. Juni 2022 über die Bühnen der Arena Berlin und des Festsaals Kreuzberg geht und unter dem Motto „Any way the wind blows“ steht. 2020 lief die re:publica im Mai als Online-Konferenz auf re-publica.tv, im September hybrid auf dem re:publica Campus und 2021 erneut als Online-Konferenz unter dem Motto „In The Mean Time“.
„Demokratie braucht Diskurs und Kontroverse, aber eben auch ethische Leitplanken. Kurzum, wir brauchen den Weltgeist der re:publica.“
Bundeskanzler Olaf Scholz zur Digitalpolitik in der Zeitenwende auf der re:publica 2022
 
Am 8. Juni 2022 sind die vier Gründer:innen endlich zurück für ihr „Welcome back to re:publica 2022“: Tanja Haeusler, Johnny Haeusler, Markus Beckedahl und Andreas Gebhard. Für einen Moment steht die Zeit still. Die sonst so schlagfertigen Vier schauen ins Publikum, das Publikum schaut auf sie. Sie brauchen einen Moment, um zu begreifen, dass es wahr ist: Ihre re:publica ist wieder da. An den drei Tagen kommt die re:publica auf 21.000 Besuche, auf 500 Sessions mit 900 Sprecher:innen. „Schön, dass ihr da seid. Danke“, sagen die vier Veranstalter:innen. Sie wissen, die Welt ist eine andere als 2019. Zu ihren Kernthemen wie Klimawandel und Hass im Web sind die Corona-Pandemie und der Angriffskrieg Putins hinzugekommen. „Wie finden wir bei all den Zumutungen Zusammenhalt und Mut?“, fragen die Vier. „Wir wollen, dass die re:publica ein Ort für Menschen mit Gestaltungswillen ist“, versucht Markus Beckedahl eine Antwort und verspricht: „Wir bemühen uns.“ Das ist ehrlich und der Zeit(enwende) angemessen.
 
Der netzpolitische Aktivist und Journalist schildert die zwei Jahre im Online-Format und formuliert sein Learning: „Auch wenn wir aus dem Netz kommen, ist IRL (in real life) doch cooler“, so Beckedahl. Wegen der Pandemie wählt das Team die Arena Berlin alias Impfzentrum Treptow und den Festsaal Kreuzberg. Das neue Gelände an der Spree hat innen weniger und außen mehr Fläche. „Die Pandemie ist noch nicht vorbei“, warnt Beckedahl und verweist auf das Hygienekonzept in Zeiten der Immernoch-Pandemie.
 
Für alle im Netz einsehbar ist auch das Nachhaltigkeitskonzept rund um Stadt und Kiez, Mobilität, Energie, Catering und Barrierearmut & Inklusion. Es gibt keinen T-Shirt-Verkauf, sondern Upcycling, es gibt keine Lanyards (#bringyourown), dafür fleischfreies Catering. Die weißen Bäckerkisten sind seit einem Jahrzehnt für Bühnenbau und Stände im Einsatz und werden erneut eingelagert. „Das Thema Nachhaltigkeit ist superwichtig. Seit zehn Jahren arbeiten wir daran“, bemerkt Beckedahl und betont... den ganzen Artikel und das Interview mit Mit-Initiator Andreas Gebhard finden Sie hier in der aktuellen Ausgabe unseres eMagazines.
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