Derzeitige Schadenswirkung des Corona-Virus: ...
Derzeitige Schadenswirkung des Corona-Virus: 670 Mio. Euro

Famab fordert Unterstützung für Messebaubranche

Foto: FAMAB

Die Messebaubranche wird durch den Ausbruch des Corona-Virus im extremen Ausmaß getroffen. Durch Kombination von Absagen von Ausstellern, sowie Absagen oder Verschiebungen durch Veranstalter finden derzeit 80% der geplanten Messen nicht statt.

„Was da gerade über uns hereinbricht, würden Meteorologen als den perfekten Sturm bezeichnen“, erklärt Jörn Huber, Vorsitzender des Famab. „Die Unternehmen unserer Branche sind dieser Situation ohne Handlungsoptionen regelrecht ausgeliefert und benötigen dringend Hilfe“. „Wir beobachten die gesellschaftlichen und politischen Strömungen in dieser Angelegenheit mit großer Sorge. Die Folgen für den gesamten Messestandort Deutschland – dem langjährigen Weltmarktführer – werden drastisch sein, wenn nicht sehr bald wieder vernunftgeprägtes Handeln einkehrt“.

Die Verschiebung der Hannover Messe auf den 13. – 17. Juli 2020 wirke sich dramatisch aus. „Für unsere Branche wirkt diese Verschiebung erst einmal wie eine Absage. Mit allen negativen Folgen. Damit hat die Krise in unserer Branche eine neue Stufe erreicht“, so Jörn Huber. „Der HMI als eine der größten Messen weltweit schreiben wir durchaus eine hohe Signalwirkung zu. Allein mit dieser weiteren Absage/Verschiebung entsteht unserer Branche ein zusätzlicher Schaden in Höhe von rund110 Mio. EUR (nur Messebau). Die Politik darf nicht dabei zusehen, wie unserer gesamten Branche die Lebensgrundlage einfach wegbricht, ohne dass wir als Branche oder die einzelnen Unternehmen etwas tun können.“

Per 04.03.2020 belaufe sich der Schaden der Messebaubranche laut Recherchen von Famab und dem Research Institute for Exhibition and Live-Communication (R.I.F.E.L.) auf 670 Mio. EUR.
Der Schadensreport der deutschen Messebaubranche V 1.0 vom 2.3.2020 steht unter www.famab.de zum Download zur Verfügung.
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