Forum Veranstaltungswirtschaft : Verhalten op...
Forum Veranstaltungswirtschaft

Verhalten optimistisch für 2023

Foto: Forum Veranstaltungswirtschaft

Wie ist die aktuelle Situation in der Veranstaltungswirtschaft? Worin bestehen die Themen und Herausforderungen für die Zukunft? Diese und weitere Fragen haben die Vertreter:innen des Forum Veranstaltungswirtschaft in zwei Panels am 11. Januar 2023 im Rahmen der Best of Events (BOE), der Internationalen Fachmesse für Eventmarketing, in Dortmund diskutiert.

Beim sechsten „Branchendialog des Forum Veranstaltungswirtschaft“ wurden die Themen und Schwerpunkte der Verbände des Forum Veranstaltungswirtschaft in 2023 beleuchtet. Nach wie vor sieht die Branche einigen Herausforderungen entgegen: Kriegsbedingte Energiekrise mit Auswirkungen auf die Energiepreise, viele offene Fragen zum von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) Claudia Roth angekündigten „Energiefonds Kultur“, niedrige (Vor-)Verkaufszahlen bei Tickets und Investitions- bzw. Handlungsbedarf für mehr Nachhaltigkeit. „Nichtsdestotrotz befindet sich die Branche nach drei Jahren in pandemiebedingtem Ausnahmezustand nun nicht mehr auf der Intensivstation, sondern ist in Reha mit berechtigter Hoffnung auf Genesung”, so Felix Poulheim, Referent für Kommunikation und Medienarbeit, BDKV.

„Der Blick auf 2023 ist zwar optimistisch, allerdings sind die Probleme des Wirtschaftszweiges noch lange nicht ausgestanden. Hier muss weiter mehr von Seiten der Bundesregierung getan werden. Dafür setzt sich das Forum Veranstaltungswirtschaft auch in 2023 ein”, sagt Marcus Pohl, 1. Vorsitzender isdv.

Auf dem zweiten Panel wurde der Fokus auf Fragen der sozialen Nachhaltigkeit für Nachwuchs-, Arbeits- und Fachkräfte in Zeiten des demografischen Wandels gerichtet. Zum Thema „Karrieren in der Veranstaltungswirtschaft – Sicherung von Arbeits- und Fachkräften“ diskutierten Ilona Jarabek, Marcus Pohl, Linda Residovic und als Gast Stefan Werthmöller, Leiter Personal bei L&S Veranstaltungs- und Messetechnik GmbH & Co. KG. Die Runde war sich einig darin, dass der Service- und Fachkräftebedarf bereits vor der Corona-Pandemie eine Herausforderung für die Branche darstellte.


Immer stärker rücke bei Nachwuchs- und Fachkräften in der Veranstaltungswirtschaft die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den Vordergrund. Lösungsansätze wären hier beispielsweise die Gründung sowie Stärkung von Netzwerken und organisierten Angeboten zum Austausch über moderne Arbeitsmodelle. „Das Thema Diversität mit Leben zu füllen und weiteres Potential von Frauen zu heben, ist ein Lösungsansatz“, ist Ilona Jarabek, Präsidentin EVVC, überzeugt. Das Forum Veranstaltungswirtschaft werde zukünftig noch engagierter dafür eintreten, Fachkräfte an die Veranstaltungswirtschaft zu binden.

„Als Branche haben wir in diesem Jahr viele Aufgaben vor uns“, sagt Linda Residovic, Geschäftsführerin VPLT. „Neben den aktuellen Themen rund um Nachhaltigkeit, Energiekrise und Corona-Auswirkungen wird ein großer Schwerpunkt auf der weiteren Professionalisierung unseres Wirtschaftszweigs liegen. Nur so können wir, auch in Anbetracht des derzeitigen Fach- und Arbeitskräftemangels, für neue und bestehende Arbeitnehmer:innen attraktiv bleiben. Denn letztlich sind die Menschen in unserer Branche unsere wichtigste Ressource."

Auf der BOE kommt jährlich die Branche für Livekommunikation zusammen. Das Programm auf den sechs Stages präsentierte Einblicke in aktuelle Themen und Trends der Eventbranche. Beide Panels fanden auf der “Safety + Security Stage” statt, welche in Kooperation mit dem bvvs (Bundesverband Veranstaltungssicherheit e.V.) und mit Unterstützung des VPLT e.V. betrieben wurde.

Über das Forum Veranstaltungswirtschaft

Das Forum Veranstaltungswirtschaft ist die Allianz sechs Verbände des Wirtschaftsbereichs: der BDKV (Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft e.V.), der EVVC (Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren e.V.), der FAMA (Fachverband Messen und Ausstellungen e.V.), der ISDV (Interessengemeinschaft der selbständigen Dienstleisterinnen und Dienstleister in der Veranstaltungswirtschaft e.V.), der LIVEKOMM (Verband der Musikspielstätten in Deutschland e.V.) und der VPLT (Der Verband für Medien- und Veranstaltungstechnik e.V.). Ziel der Allianz ist es, Netzwerke, Kompetenzen und Ressourcen zu bündeln, um damit und durch einen gemeinsamen Auftritt bei der politischen Lobbyarbeit noch schlagkräftiger zu sein.

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