German Convention Bureau (GCB): Die Relevanz ...
German Convention Bureau (GCB)

Die Relevanz von hybriden Events

Foto: German Convention Bureau
2022 haben die Initiatoren bereits zum 16. Mal das Europäische Institut für TagungsWirtschaft (EITW) beauftragt, den Veranstaltungsmarkt zu beleuchten.
2022 haben die Initiatoren bereits zum 16. Mal das Europäische Institut für TagungsWirtschaft (EITW) beauftragt, den Veranstaltungsmarkt zu beleuchten.

Das German Convention Bureau (GCB) hat gemeinsam mit der deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) und dem Europäischen Verband der Veranstaltungs-Centren (EVVC) das aktuelle Meeting- & EventBarometer veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen, hybride Formate treiben die Transformation des Veranstaltungsmarktes voran.
 
Besonders hybride Events kristallisieren sich als einer der zukunftsfähigen Treiber für Business Events heraus. Die Rückkehr von Präsenzteilnehmer*innen auf ein hohes Level wird trotz zahlreicher Herausforderungen bereits für die nächsten Jahre erwartet.

Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstands der DZT: „Deutschland ist auf das New Normal bestens vorbereitet. Zum einen haben sich die Akteure auf die künftigen Anforderungen des Marktes eingestellt. Hybride Formate verbinden die Stärken virtueller Veranstaltungen mit der persönlichen Begegnung und können den Wirkungsradius von Events vergrößern, ohne den CO2-Fußabdruck durch ein erhöhtes Reiseaufkommen zu verstärken. Zum anderen sehen wir einen deutlichen pent up demand. In den von den Reisebeschränkungen stark betroffen Märken steigt die Reiseabsichten überproportional. Das bestätigt die große Bedeutung von Präsenzteilnahmen im Mix aus Online-, Analog- und Hybridveranstaltungen.“
„Hybride Formate verbinden die Stärken virtueller Veranstaltungen mit der besonderen Atmosphäre persönlicher Begegnungen.“
Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstands der DZT

Der deutsche Veranstaltungsmarkt
Das zweite Jahr der Corona-Pandemie zeigt klare Perspektiven für den Veranstaltungsmarkt in Deutschland auf. So ist die Zahl der Präsenzteilnehmer*innen gegenüber dem Vorjahr um 10,3 Prozent gestiegen. Verantwortlich dafür ist neben der reinen Präsenzteilnahme insbesondere der starke Anstieg derjenigen, die sich für die Vor-Ort-Teilnahme an hybriden Formaten entscheiden. Beruflich motivierte Reisen nehmen im Vergleich zum Vorjahr wieder zu, wenn auch weiterhin mit Kapazitätsanpassungen und eingeschränktem internationalen Reiseverkehr.

Digitalisierung trifft Nachhaltigkeit
Die Bedeutung der Digitalisierung ist durch die Corona-Pandemie stark vorangetrieben worden. 79 Prozent der befragten Veranstalter gaben an, dass Nachhaltigkeit für sie eine wichtige Rolle spielt und ihre Entscheidungsfindung maßgeblich beeinflusst. Besonderes Gewicht haben dabei Mobilitätsthemen rund um Veranstaltungen.

Business Events der Zukunft sind mehrdimensional
Die Zahlen des Barometers zeigen den Bedarf nach einem doppelten Fokus auf persönlicher Begegnung und virtueller Vernetzung. Matthias Schultze, Geschäftsführer des GCB: „Während sich die einen maximal flexible Remote-Angebote wünschen, bevorzugen andere den persönlichen Draht in authentischer Umgebung. Diese gewandelten Kundenanforderungen gilt es künftig noch differenzierter zu betrachten und entsprechende Angebote zu schaffen.“

Personalbedarf ist eine der großen Herausforderungen für die Erholung des Marktes
Zur größten Herausforderung wird bei den wieder anlaufenden Veranstaltungen das Thema Personal. Ein großer Teil der Betriebe sucht neue Mitarbeiter*innen quer durch alle Qualifikationsebenen, hat derzeit jedoch Schwierigkeiten, den Bedarf zu decken. Ilona Jarabek, Präsidentin des EVVC: „Um die künftige Nachfrage in gewohnt hoher Qualität bedienen und Arbeitskräfte für unsere Branche gewinnen zu können, brauchen wir neue Arbeitszeitmodelle, Nachwuchsförderung und gezielte Weiterbildung. Das gilt umso mehr, als dass ein umfassendes Serviceangebot zu den Top-Entscheidungsfaktoren bei der Wahl einer Location gehört.“
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