ifo-Umfrage: Geschäftslage weiter schlecht be...
ifo-Umfrage

Geschäftslage weiter schlecht beurteilt

Seit vier Monaten erhebt das ifo-Institut unter Unternehmen der Veranstaltungsbranche eine neue Konjunkturumfrage. Der fwd: Bundesvereinigung Veranstaltungsbranche e. V. zieht dazu ein erstes Fazit.

Rund 70 Prozent der befragten Unternehmen aus der Branche haben noch im Juli mit Ja auf die Frage geantwortet, ob sie sich durch Corona in ihrer Existenz bedroht sehen würden. Demnach beurteilt ein Großteil der Befragten die Geschäftslage auch weiterhin als schlecht. Die Erwartungen der Geschäftslage sind in den letzten vier Monaten weiter zurückgegangen. So konnte zwar von Mai auf Juni ein Plus verzeichnet werden, von Juni bis August sind die Werte von 50.9 Punkten auf 14.8 Punkte gesunken. Der zuletzt vorherrschende große Optimismus scheint erst einmal verflogen zu sein. Dies ist vermutlich auf die allgemeine Verunsicherung und weiterhin kaum planbare Geschäftslage zurückzuführen.

Beim Auftragsbestand gibt es ebenfalls gegenwärtig wenig Bewegung. Eine große Mehrheit der Unternehmen zeigt diesbezüglich immer noch eine große Unzufriedenheit. Von -84.0 Punkten im Mai konnte sich der Wert nur auf -65.8 Punkte reduzieren. Dennoch besteht die Hoffnung, dass die Umsätze, wenn auch auf niedrigem Niveau, weiter steigen werden. Viele Unternehmen planen zudem die Preise zu erhöhen. 

Jan Kalbfleisch, Geschäftsführer des fwd:, merkt mit Blick auf die Ergebnisse an: „Wir erwarten, dass die Politik ihr Versprechen hält und uns die dringend benötigte Unterstützung weiterhin gewährt sowie die Überbrückungshilfen bis ins Frühjahr des nächsten Jahres hinein verlängert.“

Die Werte der Berechnungen des ifo-Instituts können im Extremwert -100 bis +100 Punkte erreichen. Wie die Werte zu Stande kommen, ist hier erklärt.

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