Jens Spahn im Gespräch mit dem Forum Veransta...
Jens Spahn im Gespräch mit dem Forum Veranstaltungswirtschaft

Wann Veranstaltungen möglich sind

© Stefan Bartylla
v.l. Kevin Kratzsch, Bundestagsabgeordneter und DSB (Deutscher Schaustellerbund e.V.), Pamela Schobess LIVEKOMM (Verband der Musikspielstätten in Deutschland e.V.), Timo Feuerbach, EVVC (Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren e.V.), Jens Spahn, Bundesminister für Gesundheit
v.l. Kevin Kratzsch, Bundestagsabgeordneter und DSB (Deutscher Schaustellerbund e.V.), Pamela Schobess LIVEKOMM (Verband der Musikspielstätten in Deutschland e.V.), Timo Feuerbach, EVVC (Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren e.V.), Jens Spahn, Bundesminister für Gesundheit

Unter welchen Bedingungen können Veranstaltungen wieder wirtschaftlich, also ohne Kapazitätsbeschränkungen und Abstandsregelungen, durchgeführt werden? Dieser und weiteren Fragen aus dem Forum Veranstaltungswirtschaft stellte sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am 28. August 2021 in Berlin.

Auf die zentrale Frage, welche Perspektive der Minister der Branche geben könne, entgegnete er zunächst, dass es unmöglich sei, ein Datum für den Wegfall der Freiheitseinschränkungen zu nennen. Nach intensiver Diskussion und der Klarstellung, dass es nicht um ein Datum sondern um die Voraussetzungen für einen echten Neustart gehe, legte sich der Minister fest: bei einer Impfquote von 80% und ohne gefährlichere Virusvariante könnten die Einschränkungen nach seiner Auffassung aufgehoben werden, so Spahn im Gespräch.

Da eine Impfquote von 80% nicht kurzfristig erreicht werden kann, wollten die Branchenvertreter wissen, wie das Bundesgesundheitsministerium die Ansätze zum Modell „2G + PCR“, also Veranstaltungen ohne Abstand für Genesene, Geimpfte oder PCR-negativ Getestete, einordnet. An diesem Punkt blieb der Minister vage und verwies auf laufende Pilotprojekte, deren Ergebnisse man zunächst auswerten müsse. Auf die Frage, was sein Ministerium tue, um eine Vereinheitlichung dieser Regeln voranzutreiben, verwies der Minister auf die anstehende Konferenz der Landesgesundheitsminister. Der Minister räumte ein, dass bundeseinheitliche Regeln auch für Veranstaltungen wie Konzerttourneen, Messen und Kongresse erforderlich seien.

Das Gespräch habe sehr deutlich gemacht, dass die Zusammenhänge und Bedürfnisse der Veranstaltungswirtschaft im Gesundheitsministerium wenig bekannt sind. Der Minister sagte ein Folgegespräch mit dem Forum Veranstaltungswirtschaft zu. An der Diskussion nahmen für das Forum Veranstaltungswirtschaft Prof. Jens Michow vom BDKV, Timo Feuerbach vom EVVC, Marcus Pohl von der ISDV und Pamela Schobess von der Livekomm teil.

https://forumveranstaltungswirtschaft.org/

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