Kongress "Zukunft Stadt" : Innenstädte sind k...
Kongress "Zukunft Stadt"

Innenstädte sind kommunikative Zentren der Gesellschaft

Foto: Maxi Neßmann

Hi, ich bin Maxi, studiere Eventmanagement und bin Teil der studentischen Projektgruppe #SocialSix. Zurzeit arbeite ich an meiner Abschlussarbeit. Dafür setze ich mich mit der Frage auseinander, welche Mehrwerte Destinationen für Events schaffen können. Im Zuge dessen durfte ich den digitalen Kongress "Zukunft Stadt" der dfv Conference Group vom 28. bis 29. April besuchen, um herauszufinden, wie sich City-Destinationen entwickeln werden. Ein #Perspektivwechsel.

Die Referenten des Kongresses kamen aus einem breiten Spektrum wie etwa der Politik und dem Einzelhandel. Unter der Leitfrage „Wie retten wir die City?“ wurden Ansätze diskutiert, um Innenstädte wieder attraktiver zu gestalten und damit wieder mehr Menschen anziehen zu können.

Heraus kamen spannende Perspektiven. So wurde mehrmals ausgeführt, dass Innenstädte soziale und kommunikative Zentren der Gesellschaft sind. Sie sollten also für alle Bewohner und Besucher ansprechend sein und sich nicht auf einzelne Zielgruppen wie etwa Shopping-Touristen konzentrieren. Die Anziehungskraft könnte beispielsweise über die angebotene Aufenthaltsqualität und der Ausrichtung als Erlebnisorts gesteigert werden.

Auch Ideen zur Stadtbildentwicklung wurden besprochen. Hierunter wurden Smart Mobility Konzepte vorgestellt, mit denen der Stadtverkehr für Nutzer angenehmer gestaltet werden kann. Aber auch Ideen, ganze Stadtteile umzugestalten oder über vereinzelte Ladenkonzepte in Wohngebieten näher an Kunden heranzutreten wurden vorgestellt.

Ziel scheint also zu sein, die Frequenz in der Stadt durch gleichsam öffentliche, kulturelle aber auch private Nutzung zu erhöhen. Das kann auch dadurch gelingen, dass Wohn- und Geschäftsflächen besser in stadtplanerischer Hinsicht gemixt werden.

Interessant war auch ein Live-Talk über die Rolle von Hotels in einer Stadt. Hier wurde hervorgehoben, dass Hotels ebenso Begegnungsorte für Menschen sind. Aber eben auch, dass Hotels kulturelles Leben, Business-Tourismus und Eventbesuch ermöglichen. Klar, sie sind schließlich meine Übernachtungsmöglichkeit, wenn ich privat oder beruflich verreise. Teilweise finden in ihnen aber auch selbst Kulturveranstaltungen statt.

Natürlich war auch die Corona-Pandemie ein immerwährendes Thema des Kongresses. Es dürfte deutlich geworden sein, dass die Zukunft der Stadtbilder von den Folgen der Pandemie-Gegenmaßnahmen abhängen wird. Klar scheint, die Attraktivität einer Destination lässt sich anhand ihrer Lebenswertigkeit und Erlebnismöglichkeiten messen. Die Inspiration für eine Destination, sei es als Anwohnende oder als Touristen, erfolgt also ganzheitlich. Im Live-Talk über die Rolle von Hotels kam auch nochmal raus, dass sich das Personal zu einem wichtigen Faktor in der Aufenthaltsqualität entwickeln wird.

Als Fazit lässt sich aus dem Kongress auf jeden Fall mitnehmen, dass Städte einer stetigen dynamischen Entwicklung unterliegen. Konsens war, dass Initiativen und Entwicklungen orchestriert werden müssen, damit sie harmonieren. Offen blieb allerdings, welche Rolle das Destination Management in Bezug auf leitfähige Ideen einnehmen wird. Wir dürfen also gespannt bleiben, was sich Destinationen einfallen lassen, um sich aus der Masse hervorzutun.

Maxi Neßmann, Student, Projektgruppe
#SocialSix #Perspektivwechsel
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