Messe Frankfurt: Solarstrom aus der Uckermark
Messe Frankfurt

Solarstrom aus der Uckermark

Foto: Messe Frankfurt

Die Messe Frankfurt möchte auch zukünftig auf eine klimaneutrale Energieversorgung aus 100 Prozent Ökostrom setzen. Ab 2024 beziehe die Messe daher 30 Prozent ihres Strombedarfs aus dem in der Uckermark entstehenden Solarpark „Boitzenburger Land“.

Dafür hat sie mit dem Frankfurter Energiedienstleister Mainova AG ein entsprechendes Power Purchase Agreement (PPA) mit einer Laufzeit von zehn Jahren abgeschlossen. Mainova ist am Solarpark „Boitzenburger Land“ zu 25 Prozent beteiligt. Der Solarpark, der voraussichtlich im Frühjahr 2023 in Betrieb geht, gehört zu einem der größten in Deutschland. Mainova plant, den gesamten Stromertrag von jährlich 180 Gigawattstunden abzunehmen und zu vermarkten. Das entspräche rein rechnerisch der umweltfreundlichen Energieversorgung von 64.000 Haushalten und einer jährlichen Einsparung von 85.000 Tonnen Kohlendioxid. 

Bereits seit dem Veranstaltungsjahr 2020 bezieht die Messe Frankfurt für die Versorgung von Ständen, Hallen und Gelände am Standort Frankfurt zu 100 Prozent Ökostrom. Mit dem aktuellen Vertragsabschluss sichert das Unternehmen in einem volatilen Energiemarkt seine nachhaltige Energieversorgung als Teil eines ganzheitlichen und nachhaltigen Wirtschaftens. Langfristig sollen weitere 30 Prozent des Energiebedarfs der Messe Frankfurt durch Windenergie abgedeckt werden. Die restliche Strommenge wird als Ökostrom über Mainova bezogen. „Das Power Purchase Agreement verschafft der Messe Frankfurt Planungs- und Kostensicherheit. Mainova als verlässlicher, regionaler Partner an unserer Seite ermöglicht es uns, zukünftig durch das PPA den derzeit hochwertigsten Ökostrom am Markt zu beziehen, und das aus einer eindeutig nachvollziehbaren Quelle“, so Uwe Behm, Geschäftsführer der Messe Frankfurt.

Auf dem Messegelände in Frankfurt werden derzeit drei Photovoltaikanlagen betrieben. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Halle 12 erzeugt seit Ende 2018 Energie durch die Sonnenstrahlung. Sie ist für den Eigenbedarf gebaut und mit 5.300 Solarmodulen rund 9.000 Quadratmeter groß. Die erste Photovoltaikanlage entstand 2009 mit Unterstützung der Mainova AG auf dem Dach der Messehalle 10. Im September 2010 wurde in Zusammenarbeit mit dem Verein Sonneninitiative e.V. die zweite Anlage auf dem Messeparkhaus Rebstock installiert. Hier sind auch Solar-Carports integriert.

Für die Messe Frankfurt ist die Nutzung von ausschließlich grünem Strom eine weitere Maßnahme, um sich gezielt am Umwelt- und Klimaschutz zu beteiligen und ihre Energieziele im Sinne einer ganzheitlichen Energieperformance verstärkt voranzutreiben.

Die Messe Frankfurt nimmt seit 2010 Teil im Global Compact der Vereinten Nationen. Das weltweite CSR-Netzwerk setzt sich für nachhaltige Unternehmensführung und die Einhaltung der zehn Prinzipien aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Korruptionsbekämpfung und Umweltschutz ein.

Über die Messe Frankfurt

Die Unternehmensgruppe Messe Frankfurt gehört zu den weltweit führenden Messe-, Kongress- und Eventveranstaltern mit eigenem Gelände. Rund 2.200 Mitarbeitende im Stammhaus in Frankfurt am Main und in 28 Tochtergesellschaften organisieren Veranstaltungen weltweit. Der Jahresumsatz 2021 betrug rund 154 Millionen Euro und war pandemiebedingt zum zweiten Mal in Folge deutlich geringer, nachdem 2019 noch mit einem Konzernumsatz von 736 Millionen Euro abgeschlossen werden konnte. 

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