Zum Impfen ins Messe- und Kongresszentrum: Na...
Zum Impfen ins Messe- und Kongresszentrum

Nationale Impfstrategie

Foto: Messe Berlin

Waren erst 60 Impfzentren in Deutschland im Gespräch, sind es jetzt 400. Nicht selten werden Messe- und Kongresszentren genutzt. Beispiele sind Berlin, Leipzig, Wiesbaden, Frankfurt am Main, Darmstadt, Hamburg und Bonn.

„So könnte es aussehen, das geplante #Impfzentrum auf unserem Gelände“, informiert die Messe Berlin am 26. November 2020. Und schreibt weiter auf Facebook: „Zusammen mit der Messe Berlin entstehen aktuell sechs solcher Standorte für Berlin: in den ehemaligen Flughäfen Tegel und Tempelhof sowie im Erika-Heß-Eisstadion in Mitte, im Velodrom in Pankow und in der Arena in Treptow-Köpenick. Seit dieser Woche läuft der Aufbau in den Hallen. #coronavirus #messeberlin.“

Derweil twittert @leipzigermesse, dass ihr Corona-Impfzentrum auf der Leipziger Messe ab 15. Dezember 2020 betriebsbereit sein wird. Dass Deutschlands Messeplätze beim Thema Corona-Impfung eine zentrale Rolle spielen, berichtet die WELT. Neben Berlin und Leipzig stehe auch in Bremen, Frankfurt am Main, Hamburg, Münster und Nürnberg fest, dass auf den Messegeländen Impfzentren errichtet werden. In Städten wie Dortmund, Essen, Friedrichshafen, Hannover, Köln und Stuttgart würde noch verhandelt.

Waren bundesweit erst 60 Impfzentren im Gespräch, sind es jetzt 400. Für deren Organisation sind die Bundesländer verantwortlich. Die Verteilung der Zentren richtet sich häufig nach den Landkreisen. Der Krisenstab der Hessischen Landesregierung etwa hat die Landkreise und kreisfreien Städte mit ihren Gesundheitsämtern und unteren Katastrophenschutzbehörden beauftragt, jeweils bis Mitte Dezember mindestens ein Impfzentrum zu errichten. In der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden wird es das RheinMain CongressCenter (RMCC) sein. Der erste Testlauf am 29. November 2020 ist erfolgreich gewesen. Eine Herausforderung sind die vielen Menschen, die unter Einhaltung der Corona-Hygieneregeln durch das Impfzentrum und die acht Impfstraßen geschleust werden müssen. Bis zu 1.500 Menschen sollen täglich geimpft werden.

Das COVID-19-Impfzentrum in Frankfurt am Main soll in zehn Tagen auf dem Gelände der Messe Frankfurt mit Kapazitäten für bis zu 4.000 Impfungen täglich einsatzbereit sein. Es wird unter der Leitung des Gesundheitsamtes mit Unterstützung des örtlichen Katastrophenschutzes ein Planungsstab "Impfzentrum" eingerichtet. „Ich bin zuversichtlich, dass wir das Impfzentrum bis zum 11. Dezember einsatzbereit haben, vor allem auch aufgrund der guten Zusammenarbeit zwischen dem Gesundheitsamt und der Branddirektion im Planungsstab. Mit der Messe haben wir einen weiteren kompetenten Partner an unserer Seite“, berichtet Prof. René Gottschalk, Leiter des Gesundheitsamtes in Frankfurt. Unter den 30 geplanten hessischen Impfzentren ist auch das Wissenschafts- und Kongresszentrum „Darmstadtium“, wo bis zu 1.000 Bürger*innen täglich geimpft werden sollen.

Auch im Süden, in Baden-Württemberg, kommen als Corona-Impfzentren Messegelände zum Einsatz, etwa die Messen Freiburg, Ulm und Offenburg. Im Norden nutzen die Hamburger die Messehalle A3 der Messe Hamburg als Impfzentrum. 50 Ärzt*innen sollen hier an sieben Tagen in der Woche - wie in den anderen deutschen Impfzentren auch - mit langen Öffnungszeiten arbeiten und pro Tag etwa 7.000 Menschen impfen. Die Reihenfolge der Impfberechtigten legt der Bund fest. Die nationale Impfstrategie sieht neben der Einrichtung von Impfzentren die Durchführung und Organisation der COVID-19 Pandemieimpfung in zwei Phasen vor. Doch selbst, wenn der Impfstoff im Frühjahr verfügbar ist, würden laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) drei Jahre vergehen, bis die Bundesbürger*innen geimpft sind.

„Der Beginn der Impfungen ist noch unsicher. Dies hängt unter anderem von der verfügbaren Menge an Impfstoff ab. Derzeit rechnen wir mit Januar 2021“, sagt Oberbürgermeisterin Katja Dörner. Derzeit bauen die Bonner ihr World Conference Center Bonn am Platz der Vereinten Nationen zum Impfzentrum um. Wie in den anderen deutschen Städten ist das Kongresszentrum zentral gelegen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.
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