Sustainable Catering: Alle an einem Tisch
Sustainable Catering

Alle an einem Tisch

Foto: Stefanie Loos, re:publica
Die re:publica zieht mit ihrem Cateringkonzept mit. Alle Gerichte sind ab 2022 fleischlos – sowohl für Teilnehmer*innen als auch für die Crew. Das Ziel der re:publica ist es, langfristig auf ein komplett veganes Angebot umzustellen und Abfälle weiter zu reduzieren.
Die re:publica zieht mit ihrem Cateringkonzept mit. Alle Gerichte sind ab 2022 fleischlos – sowohl für Teilnehmer*innen als auch für die Crew. Das Ziel der re:publica ist es, langfristig auf ein komplett veganes Angebot umzustellen und Abfälle weiter zu reduzieren.

Essen ist wohl eines der schönsten Bedürfnisse der Welt. Es bringt Menschen und Kulturen an einen Tisch, schafft Austausch und bietet Grundlage dafür, Neues zu entdecken. Doch im Zuge des Klimawandels werden Entscheidungen über den Speiseplan politisch. Immer mehr Menschen entscheiden sich dazu, (teilweise) auf tierische Produkte zu verzichten. Wenn die Nachfrage nach umweltfreundlichen Alternativen steigt: Wie bekommen PlanerInnen alle an einen Tisch (und satt)?
 
Im Jahr 2021 stieg die Anzahl an VeganerInnen in Deutschland auf ein Rekordhoch von 1,41 Millionen Menschen, im Vergleich dazu waren es 2015 noch 0,85 Millionen. Zusätzlich dazu bezeichnen sich knapp 7,5 Millionen Menschen als VegetarierIn. Diese Entwicklung wird auch im Eventbereich deutlich. So expandiert die VeggieWorld, die führende internationale Messereihe für den veganen Lebensstil, im September 2022 nach Dortmund und findet erstmalig in den Westfalenhallen statt.
„Vegane Speisen sind im Hinblick auf Nachhaltigkeit interessant. Immer mehr KundInnen wünschen sich vegetarische/vegane Speisen. Sie wollen sich gesünder und bewusster ernähren.“
Broich, Cateringanbieter
 
Das Problem um tierische Lebensmittel
 
Laut dem Bildungsmaterial Essen, Natur, Tier und Wir des BUND und der BUND Jugend essen Deutsche im Schnitt 60 kg Fleisch pro Jahr. Dabei ist Schweinefleisch mit einem Anteil von 35,8 kg das beliebteste Fleisch. Ganz davon abgesehen, dass dieser Konsum bereits die empfohlene Menge von 15 bis 30 kg Fleisch im Jahr mit 300 bis 600 Gramm die Woche klar überschreitet, birgt das Ganze weitreichende ökologische Folgen. So benötigt beispielsweise 1 kg Schweinefleisch 9 bis 12 m3 Nutzfläche, 5.990 l Trinkwasser und 650 Gramm Sojafutter und verursacht ein Äquivalent von 3.252 Gramm CO2.
 
Der aktuelle Fleischatlas der Heinrich-Böll-Stiftung ergänzt in diesem Zusammenhang noch weitere Umweltfolgen wie:

1. Einschränkung der Biodiversität durch aggressive Pestizide, Herbizide und Insektizide
2. Monokulturen durch den Futteranbau

3. (Illegale) Abholzungen wichtiger Lebensräume wie dem Regenwald
4. Wettbewerbsbeeinflussender Strukturwandel: Kleine Betriebe überleben den Preiskampf nicht, Monopolstellungen werden gestärkt und die Transparenz erschwert
5. Zunahme an resistenten Keimen durch Antibiotika-Zugabe
6. Ausstoß klimaschädlicher Gase wie CO2 und Methan
7. Trockenlegung wichtiger CO2-Speicher wie Moore für die Nutztierhaltung
8. Wasserverschmutzung und Nitrat im Grundwasser
9. Hoher CO2-Ausstoß durch den Transport der Tiere

In dieser Aufzählung ist die Frage um das Tierleid in Massentierhaltung wohlgemerkt noch nicht erwähnt. Dabei ist das ... den ganzen Artikel finden Sie hier in der aktuellen Ausgabe unseres eMagazines.
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