Wissenschaftsjahr 2022 - Nachgefragt!: Jede F...
Wissenschaftsjahr 2022 - Nachgefragt!

Jede Frage zählt

Foto: BMBF/Wissenschaftsjahr

Am 14. März war der Internationale Stell-eine-Frage-Tag – passend zum Geburtstag von Albert Einstein. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung ruft zu diesem Anlass alle Bürgerinnen und Bürger auf, ihre Fragen für die Wissenschaft zu stellen, um Wissenschaft und Forschungspolitik mitzugestalten.

Am Stell-eine-Frage-Tag fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit besonderen Aktionen den Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft – über alle Bevölkerungsgruppen und Generationen hinweg. So besuchte Bundesforschungsministerin Stark-Watzinger die Kinder einer Berliner Kita, um Fragen zu sammeln und in einem wissenschaftlichen Experiment den Geheimnissen des Erdbodens auf den Grund zu gehen. Gleichzeitig kamen Seniorinnen und Senioren in drei Düsseldorfer Caritas- Zentren zusammen, um sich dem Thema Digitalisierung zu widmen. Ihre Fragen werden im Rahmen des Projekts „NaDia: Nachgefragt! Digital im Alter, aber wie?“ wissenschaftlich ausgewertet.

In München konnten sich Interessierte im Innenhof des Deutschen Museums einfach neben TV- Moderator und Physiker Dr. Philip Häusser oder Biologin Prof. Dr. Martina Schraudner setzen, um gemeinsam ihre Themen zu diskutieren und Fragen zu entwickeln. In Stuttgart weihten  Erster Bürgermeister Dr. Fabian Mayer und Prof. Dr. Wolfgang Ressel, Rektor der Universität Stuttgart, im Rathaus eine Fragenbox ein – stellvertretend für weitere öffentliche Orte in der gesamten Stadt. Auch sie wollen die Bürgerinnen und Bürger mobilisieren, ihre Anliegen mit Forschung und Politik zu teilen.

Im gesamten Wissenschaftsjahr 2022 – Nachgefragt! steht diese aktive Teilhabe der Bevölkerung im Mittelpunkt. Ihre Erfahrungen, Interessen und ihr Wissen werden für die Forschung und Forschungspolitik von morgen eingesetzt. Darin sehen rund 30 Prozent der Deutschen auch das größte Potenzial der Bürgerbeteiligung in der Wissenschaft. Das ergab eine repräsentative Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag des Wissenschaftsjahres 2022 – Nachgefragt! durchgeführt hat. Mehr als die Hälfte der Befragten (51,7 Prozent) ist außerdem der Meinung, dass Bürgerbeteiligung das Vertrauen in die Wissenschaft erhöhen kann. „Ein ermutigendes Ergebnis, das zeigt, wie wichtig es ist, dass Wissenschaft und Gesellschaft miteinander reden und voneinander lernen. Das daraus erwachsende Vertrauen stärkt uns als Gesellschaft, auch und gerade in Krisenzeiten“, erklärt Prof. Dr. Stefanie Molthagen-Schnöring, Co-Vorsitzende des Science Panels im Wissenschaftsjahr 2022 – Nachgefragt!.

Unabhängig vom Aktionstag können Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen jederzeit über das digitale Fragenformular des Wissenschaftsjahres einreichen. Alle Fragen, die dort bis zum 15. April eingehen, fließen in den IdeenLauf, die zentrale Mitmachaktion des Wissenschaftsjahres, ein. Dort werden sie anschließend von einem Bürger- und einem Wissenschaftsgremium gebündelt und ausgewertet. Im Herbst 2022 werden die Ergebnisse an Politik und Wissenschaft übergeben.
#MeineFragefürdieWissenschaft

Das Wissenschaftsjahr 2022 – Nachgefragt! lädt alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, ihre ganz persönliche Frage für die Wissenschaft zu stellen und dadurch Impulse für potenzielle Zukunftsfelder und zukünftige Forschungsvorhaben zu setzen. Denn: Wissenschaft und Forschung durchdringen alle Bereiche unseres Lebens. Ob es nun die wachsende Bedeutung von Algorithmen im Alltag oder die Auswirkungen unserer Lebensführung auf das globale Klima sind: Die Gesellschaft steht am Beginn des 21. Jahrhunderts vor großen Herausforderungen. Um diese gemeinsam zu meistern und unsere Gesellschaft aktiv zu gestalten, sind die Auseinandersetzung mit Forschungserkenntnissen und das Einbringen eigener Perspektiven entscheidend.

Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie unterstützen seit 22 Jahren als zentrales Instrument der Wissenschaftskommunikation den Austausch zwischen Forschung und Gesellschaft.

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